Systemisches Coaching

Lassen Sie sich überraschen von den vielfältigen und kreativ-lebendigen Interventionsmöglichkeiten und der schnellen Wirkungsweise unserer hypnosystemisch-integrativen Arbeitsweise mit einzelnen Kunden oder mit Mehrpersonensystemen und lernen Sie die neueste Variante des erfolgreichen "Re-Teamings" kennen.

Alle Termine und weitere Infos im Seminarprogramm.

Ulm, zum 12. Mal

Werden Sie Profi-Coach für den Business-Bereich

Frühbucherbonus: EUR 100,- bei verbindlicher Anmeldung mit Vertrag für die gesamte Weiterbildung bis zum 25. Februar 2019.

 

Viele Weiterbildungen haben heute den Zusatz "systemisch". Aber was bedeutet das eigentlich genau und worin besteht die Besonderheit des "systemischen Coachings"?

Die meisten Antworten sind immer dieselben: zielorientiert, ressourcenorietiert, lösungsorientiert. Alle 3 Begrifflichkeiten sind richtig und stimmen auch mit unserer Arbeitsweise überein. Ich möchte in dieser Einführung in die Coaching-Weiterbildung in Ulm noch einen Schritt weiter gehen und das diesen Zuschreibungen zugrunde liegende Denk- und Handlungskonzept erläutern. Wir verlassen dabei das linear-kausale Denken und nähern uns schnell einem dynamischen, zirkulären und prozesshaften Denken, das die Essentials der menschlichen Natur viel besser abbildet. Wir denken und arbeiten im systemischen Coaching in den Kategorien der nicht trivialen Selbstorganisation.

Sie können diese äußerst wirkungsvolle Arbeitsweise mit Kunden, Mitarbeitern und Teams bei uns im ptz cormann in Ulm ab 2019 innerhalb von 30 Seminartagen erlernen. Gerne können Sie sich beim Einführungsseminar am 18. Februar 2019 in Ulm mit Walther Cormann einen ersten unverbindlichen Eindruck verschaffen. Wir freuen uns auf Sie! 

Konstruktivisten, Biologen, Neurowissenschaftler und Systemiker gehen davon aus, dass sich jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit konstruiert. Gehirne konstruieren subjektiv die Welt, die wir wahrnehmen. Das, was wir wahrnehmen ist zunächst durch unsere spezifischen Wahrnehmungsorgane strukturdeterminiert und somit selektiert. Wir nehmen nur einen Bruchteil von dem wahr, was die Realität bietet. Aus dem Wahrgenommenen konstruieren wir unsere Wirklichkeit im Gehirn. Wir sehen also nicht die Realität selbst, sondern erfassen ihre Wirkungsweise. Somit erzeugt jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit. Und klar ist: Wir können nicht objektiv sein, etwas objektiv, also außerhalb von uns selbst wahrnehmen, sondern sind immer Teil der Beobachtung, Teil der Wahrnehmung und Wirklichkeitskonstruktion. Das, was zwischen zwei Akteuren passiert ist deshalb immer intersubjektiv und kann niemals objektiv sein. Jede Wahrnehmung wird von uns (unserem Gehirn) ständig bewertet. Bei der Bewertung (Interpretation) spielen gelebte Erfahrungen eine wichtige Rolle. Die Bewertung (limbisches System) generiert eine emotionale Befindlichkeit, eine innere Stimmung, einen Gefühlszustand. Daraus wiederum resultiert die Art und Weise der Kommunikation (Kommunikationsmuster) und der Handlungsstrategien.
Wir bezeichnen Menschen als lebende, psychische Systeme, die wiederum gemeinsam bzw. interaktiv in sozialen Systemen leben (Familien, Gruppen, Teams, Organisationen). Diese bilden die relevanten Kontexte für psychische Systeme. Ein lebendes System ohne Kontakt zur Außenwelt ist nicht vorstellbar. Insofern wird das Handeln eines Menschen nur nachvollziehbar, wenn die relevanten Kontexte miteinbezogen, mitgedacht und mitkommuniziert werden. Wir nennen dies im Systemischen: Kontextuierung.

Psychische Systeme (jede einzelne Person) sind nach den Vorstellungen der Erkenntnistheoretiker geschlossene, autonome, autopoietische, also selbstgesteuerte Systeme (operative Schließung, basale Zirkularität) mit der Fähigkeit und Notwendigkeit, sich zu öffnen für wichtige und bedeutungsvolle Informationen. Attraktionen im sozialen Kontext können zur Öffnung der operativen Geschlossenheit führen, dann kann Intersubjektivität entstehen. Das Autopoietische lebender Systeme bewirkt unausweichlich, sich vornehmlich mit sich selbst zu beschäftigen, seine eigenen Gedanken zu denken, zu reflektieren, sich selbst zu steuern, seine eigenen Gefühle zu erleben und sich selbst eine Rahmung und Orientierung für die unterschiedlichsten Herausforderungen des Lebens zunächst anzueignen und dann auch zu gestalten. Hierzu gehören eigenen Werte, die Sinnhaftigkeit, die Visionen und Ziele, das existentiell Bedeutungsvolle, das Wünschenswerte, auf das man zustreben will. Kommunikation ist dann das Mittel zum Brückenschlag, zur Verbindung, zur Netzwerkbildung mit anderen Individuen. Wobei zu bedenken ist, dass Missverständnisse in der Kommunikation eher die Regel sind als die Ausnahme. Der Sender einer Botschaft kann also nie sicher sein, dass seine Botschaft so verstanden wird, wie er es gemeint hat. Man müsste konsequenter Weise immer eine genaue Gebrauchsanweisung zur Entschlüsselung der Botschaft mitliefern. Empathie und Mitgefühl sind allerdings solche menschlichen Fähigkeiten, die das Gefühl des Verstandenwerdens suggerieren. Genau lässt sich das jedoch nie überprüfen.

Die Fähigkeit der Selbststeuerung ist ein besonderes Merkmal lebender Systeme und nicht nur dem Menschen zu Eigen. Allerdings können das Tiere und Pflanzen nur in einem begrenzten Rahmen nutzen, wir Menschen hingegen sind in der Lage, unsere Selbststeuerung zu steuern (Kybernetik 2. Ordnung), unsere persönlichen Strukturen zu verändern. Wir können uns weiterentwickeln und verändern – wir können uns neu erfinden, denn wir sind lernfähig.
Wir können unsere persönliche Struktur jeden Tag neu gestalten und verändern. Wir können z.B. entscheiden, uns je nach Kontext, je nach Situation und je nach persönlicher Zielsetzung immer wieder zu unterscheiden. Hierzu bedarf es einer einmaligen menschlichen Fähigkeit: Wir können auf die Metaebene gehen, uns selbst reflektieren, uns sozusagen von oben oder von außen betrachten. Wir sind in der Lage, unsere bisherige Struktur, also unsere Art der Selbstorganisation sogar entsprechend unserer neuen Ziele infrage zu stellen, zu überdenken und aktiv in Form eines Selbstmanagements oder Selbstcoachings zu beeinflussen.

Im Zentrum unserer Selbstorganisation steht unsere Selbstbeschreibung: Von welchen grundlegenden persönlichen Annahmen gehen wir im Leben, im Beruf, aus?
Wir funktionieren nach ganz bestimmten Spielregeln, die solange aufrecht erhalten werden, bis wir merken, dass sie nicht mehr erfolgreich sind (und oftmals werden sie auch danach noch beibehalten, vor allem dann, wenn Menschen den Grund ihres Misserfolgs nicht bei sich suchen, sondern bei anderen oder ihrer Umgebung zuschreiben).
Die spezifische Art der Selbstorganisation manifestiert sich in der persönlichen Kommunikation. Das geschulte Ohr wird schnell Muster in der Kommunikation feststellen und zwar solche, die eher erfolgversprechend sind und andere, die vermutlich Scheiterstrategien manifestieren.

Oftmals ist den Menschen nicht bewusst, welche Muster sie in routinierter Weise zur Anwendung bringen und sich hieran orientieren: Denkmuster, Bewertungsmuster, Handlungsmuster, Problemmuster, Kommunikationsmuster, Interaktionsmuster, Lösungsmuster usw.

Muster gehen einher mit sogenannten Regeln. Durch die elterliche Erziehung lernen Kinder sich durch die Einhaltung von Regeln in der Familie und im kindlichen Leben zurecht zu finden. Problematisch wird es dann, wenn erwachsene Menschen immer noch Regeln zum Maß der Dinge machen, die nicht altersgemäß oder nicht kontextadäquat sind. Dann stören diese in früheren Phasen des Lebens wichtigen und Orientierung bietenden Regeln die eigenen Wunschvorstellungen und tragen zu Problemkonstruktionen bei. Die gelernten Regeln aus der Kindheit verdichten sich im weiteren Leben zu sogenannten Selbstannahmen und Selbstattribuierungen.

Jetzt wird deutlich: Nicht äußere Phänomene bewirken ein Problemerleben, sondern die Wirkung äußerer Phänomene. Das bedeutet, dass Probleme selbst konstruiert sind. Das was für den Einen ein Problem darstellt, bekommt ein Anderer erst gar nicht mit. Probleme sind aus systemischer Sicht Konstrukte der Selbstorganisation. Aber jetzt gibt es auch eine gute Nachricht: Da das Problemerleben selbsterzeugt ist, kann auch das Lösungsmuster nur selbstgemacht sein. Und es ist die Aufgabe von Coaches, durch intelligente Veränderungsprozesse die problemstabilisierenden Strukturen der Selbstorganisation mit den Kunden zu reflektieren und zu hinterfragen, um schließlich eine Öffnung für eine Verbesserungs-, Optimierungs- oder Lösungsstrategiefokussierung zu erreichen.
Unabdingbar ist dabei, dass der Kunde die Ziele dieser Veränderungsreise vorgibt, niemals der Coach. Insofern ergibt sich von Anfang an folgende Arbeitsteilung im systemischen Coaching: Der Coachee ist zuständig für die Inhalte und Ziele des Coachings, der Coach ist verantwortlich für die wirkungsvolle Prozessgestaltung, durch die die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass der Kunde seine Ziele und Absichten aus eigener Kraft, mit Energie und mit einer besseren Ausrichtung der persönlichen Selbstorganisation erreichen wird.
Unabdingbar ist aber auch, dass wir als Coach immer auf Kompetenzen, Potenziale und Ressourcen unseres Kundensystems achten, diese benennen oder erfragen, denn systemische Fragen bringen diejenigen zum Denken, die eine Lösung finden wollen. Doch reden alleine reicht uns nicht: Auch der Körper ist anwesend beim Coaching und der Körper ist die Bühne der Gefühle und der Lebensenergie. Eine Strategie wird dann am besten umgesetzt, wenn diese eingebettet ist in eine bestmögliche emotionale Befindlichkeit. Das bedeutet in der Praxis, dass wir auf vielfache Weise immer wieder erlebnisorientiert arbeiten. Analoge und digitale Interventionen wechseln sich ab und ergänzen sich, somit wird das Coaching"gespräch" zu einem Coaching"erlebnis". Wir wissen, dass dies mehr Nachhaltigkeit erzeugt, wie auch von neurowissenschaftlicher Seite immer wieder bestätigt wird.

Da unser Coachingansatz ganzheitlich ist, fokussieren wir immer auf die ganze Person, den ganzen Menschen und nicht nur auf sein Tun. Unsere Ausrichtung in der Arbeit mit Kunden ist ein bio-psycho-sozialer Ansatz und reflektiert immer den Kontext und auch die Auswirkungen in einer gegebenen sozialen Situation.
Und genau dieser ganzheitliche Ansatz macht unsere Arbeit seit vielen Jahren so erfolgreich.

Sie können diese äußerst wirkungsvolle Arbeitsweise mit Kunden, Mitarbeitern und Teams bei uns im ptz cormann in Ulm ab 2019 innerhalb von 30 Seminartagen erlernen. Gerne können Sie sich beim Einführungsseminar am 18. Februar 2019 in Ulm mit Walther Cormann einen ersten unverbindlichen Eindruck verschaffen. Wir freuen uns auf Sie!

Einführungsseminar:

18. Februar 2019, 09.30 – 17.30 Uhr

Sie können sich nach dem Einführungsseminar entscheiden, ob Sie sich für die gesamte Weiterbildung anmelden wollen.

Anmeldeschluss Einführung: 15. Januar 2019

  
Intensivseminar

Intensivseminar 1: 11. – 13. April 2019

Freie Plätze
8
Preise

pro Tag EUR 220,-

Anmeldeschluss

Einführungsseminar: 15. Januar 2019
gesamte Weiterbildung: 10. März 2019

 

Frühbucherbonus EUR 100,- bei Anmeldung für die gesamte WB mit Vertrag bis zum 25. Februar 2019


Leitung / Lehrtherapeuten



Informationen

April 2019 - September 2020 in Ulm

 

Wird zum 12. Mal in unserem Institut durchgeführt!
Zeitraum Ulm
April 2019 - September 2020 - danach können Sie an dem Aufbau-Curriculum "Systemische Supervision" teilnehmen (Dauer ca. 6 - 8 Monate)
Abschluss
Sie erhalten zum Abschluss eine Teilnahmebescheinigung und bei erfolgter Zertifizierung wird ein Zertifikat ausgestellt. Mit diesem kann der Antrag auf Anerkennung als "Systemischer Coach/DGSF" gestellt werden.

Danach können Sie am Aufbau-Curriculum "Systemische Supervision" teilnehmen. Die Dauer dieses Zusatzbausteins beträgt 6 - 8 Montae. Bitte beachten Sie die Anerkennungskriterien der DGSF.



Ihre Vorteile bei uns

  • keine Einschreibegebühr
  • keine Organisationspauschale
  • keine Kündigungsgebühr
  • gleichbleibende monatliche Beträge während der gesamten Weiterbildungszeit
  • die Möglichkeit, versäumte Seminare nachzuholen
  • keine teuren Therapiestunden während der Weiterbildung
  • keine Übernachtungskosten in Tagungshäusern
  • Walther Cormann: mit der Praxiserfahrung von über 10.000 Arbeitsstunden mit Klienten und über 5.000 Seminartagen!!!
  • Referententeam der Extraklasse

 

Versäumte Seminare können innerhalb von 2 Jahren nach Weiterbildungsende kostenlos nachgeholt werden.
Versäumte Supervision kann während der Weiterbildungszeit kostenlos in andere Gruppen nachgeholt werden.
Es wird nur eine geringe Organisationsgebühr erhoben.

Ergänzende Informationen zu Systemisches Coaching

Unsere Seminarorte

Informationen & Anmeldung

Gerne nehmen wir Ihre Online-Anmeldung entgegen oder stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung.

Service-Telefon:
08382-3917

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Fachbücher zur Weiterbildung

  • Cormann, Walther Selbstorganisation als kreativer Prozess. Ein systemisch-integrativer Ansatz zur Persönlichkeitsentwicklung (2011)
  • Cormann, Walther Die 5 Wirkfaktoren der systemisch-integrativen Therapie und Beratung (2014)